FI-Schutzschalter Bremen

FI-Schutzschalter Bremen: Nachrüsten, Austauschen oder Überprüfen lassen
Löst der FI aus und hält nicht, fließt Fehlerstrom: Geräte ziehen, Kreis abschalten, Verteilung nicht öffnen — die Fachkraft misst den Isolationswiderstand, bevor der Schalter wieder in Betrieb geht.
Ein FI-Schutzschalter, der auslöst oder fehlt, ist kein Kleinproblem — er ist der zusätzliche Schutz, den die Normen für Steckdosenstromkreise und das Bad heute verlangen. Ob Ihr FI-Schalter plötzlich auslöst, gar nicht mehr zurückzustellen ist oder in einem älteren Haus nie eingebaut wurde: Die Ursache muss eine Elektrofachkraft klären.
Zwei Situationen führen Menschen auf diese Seite: ein akutes Problem (der FI löst wiederholt aus, die Sicherung fliegt raus, eine Steckdose ist warm) oder ein geplantes Vorhaben (Umbau, Sanierung, neue Unterverteilung). Beide Wege sind hier klar getrennt.
FI-Schutz im Bestand nachrüsten oder prüfen
Wenn der FI-Schalter auslöst — und nicht mehr zurückkommt
Ein FI-Schutzschalter, der sich nicht mehr einschalten lässt oder im Minutentakt auslöst, zeigt an, dass im Stromkreis ein Fehlerstrom fließt. Das kann ein defektes Gerät sein, eine beschädigte Leitung, Feuchtigkeit in einer Dose oder ein Isolationsfehler — die Ursache ist ohne Messung nicht zu benennen.
Was Sie selbst tun können: Schalten Sie den betroffenen Stromkreis ab. Ziehen Sie alle Geräte aus den Steckdosen des betroffenen Kreises. Versuchen Sie dann, den FI zurückzustellen. Lässt er sich immer noch nicht halten, liegt der Fehler möglicherweise in der festen Installation — öffnen Sie keine Verteilung, keine Dose, keine Klemme.
Was die Elektrofachkraft übernimmt: Sie misst den Isolationswiderstand der betroffenen Leitungen, lokalisiert den Fehlerstrom und behebt die Ursache. Erst danach wird der FI-Schutzschalter wieder in Betrieb genommen.
In alten Häusern — die Östliche Vorstadt etwa war um 1900 nahezu vollständig bebaut — kann die Isolation alter Leitungen nachgelassen haben; auch Feuchtigkeit in Keller- oder Außendosen kann den FI auslösen. Was davon zutrifft, zeigt nur die Messung.
Mögliche Fehlerquellen im Haus:
- Alte Gummileitungen mit spröder Isolierung
- Feuchtigkeitseintrag in Außensteckdosen oder Kellerdosen
- Defekte Heizstäbe, Waschmaschinen oder Geschirrspüler
- Falsch angeschlossene Leuchten oder Unterputzdosen
- Leitungsbrüche hinter Putz nach Renovierungsarbeiten
Schildern Sie uns Ihre Situation genau — welcher Stromkreis betroffen ist, seit wann das Problem besteht und ob es nach dem Einschalten bestimmter Geräte auftritt. Wir prüfen, ob ein Elektrofachbetrieb in Bremen den Auftrag übernehmen kann, und melden uns bei Ihnen.
Auslösestrom und Schutzumfang
30 mA — der entscheidende Grenzwert
Für den zusätzlichen Schutz von Personen verlangen die Normen einen FI-Schutzschalter (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA. Er löst aus, wenn zwischen Hin- und Rückleiter ein Differenzstrom fließt — also Strom über einen ungewollten Pfad abfließt.
Nach DIN VDE 0100-410 brauchen Steckdosenstromkreise bis 32 A, die von Laien benutzt werden, einen FI-Schutz mit höchstens 30 mA; nach DIN VDE 0100-701 gilt das auch für die Stromkreise im Bad.
Typ A, F oder B — welcher FI-Schutzschalter ist vorgeschrieben?
| Typ | Wann | Grundlage |
|---|---|---|
| Typ AC | in Deutschland nicht zulässig | DIN VDE 0100-530:2018-06, Abschnitt 531.3.3 |
| Typ B — oder Typ A plus Abschaltung bei Gleichfehlerströmen über 6 mA | Ladepunkt (Wallbox) | DIN VDE 0100-722 |
Welcher Typ für andere Geräte nötig ist, richtet sich nach dem Gerät und der Herstellerangabe — die Auswahl trifft die Elektrofachkraft.
Unterverteilung
In älteren Häusern kann es noch Zählerschränke ohne Unterverteilung und ohne FI-Schutz geben. Die Nachrüstung einer modernen Unterverteilung mit FI-Schutzschaltern je Stromkreisgruppe ist technisch aufwendiger als der bloße Austausch eines einzelnen Schalters: Die Stromkreise müssen neu aufgeteilt, die FI-Schalter passend ausgewählt und die Anlage dokumentiert werden.
Geplante Nachrüstung — was auf Sie zukommt:
- Bestandsaufnahme der vorhandenen Leitungsquerschnitte und Sicherungstypen
- Planung der Stromkreisaufteilung nach DIN VDE 0100
- Einbau der FI-Schutzschalter und ggf. Leitungsschutzschalter in die Unterverteilung
- Messung und Dokumentation nach Abschluss der Arbeiten
- Übergabe der Anlagendokumentation an den Eigentümer
Der Aufwand hängt von der Anzahl der Stromkreise, dem Zustand der vorhandenen Leitungen und dem Umfang der Unterverteilung ab. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich — lassen Sie sich Umfang und Kosten vor Beginn der Arbeiten erklären.
Wer im Zuge einer Sanierung auch energetische Maßnahmen plant, erfährt beim Bremer Förderlotsen der BAB – Die Förderbank kostenlos, welche Förderprogramme in Frage kommen.
Wenn Sie eine Wallbox planen, braucht deren Stromkreis ohnehin einen eigenen FI-Schutz nach DIN VDE 0100-722 — die Nachrüstung lässt sich mit dem Gesamtprojekt kombinieren.
Prüfung und Dokumentation
Häufige Fragen
Muss ein FI-Schutzschalter regelmäßig kontrolliert werden?
Ja — betätigen Sie die Prüftaste am Gerät in dem Abstand, den der Hersteller angibt. Eine messtechnische Prüfung der Anlage — Isolationswiderstand, Auslösestrom, Schleifenimpedanz — gehört in die Hand einer Elektrofachkraft; lassen Sie sich die Ergebnisse dokumentieren.
Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht in Altbauten? Nicht grundsätzlich: Hat die Anlage beim Einbau den damaligen Vorschriften entsprochen, besteht keine grundsätzliche Pflicht zur Nachrüstung. Bei wesentlichen Änderungen ist die Anlage aber an die heute geltenden Vorschriften anzupassen. Welche Teile betroffen sind, beurteilt die Elektrofachkraft im Einzelfall.
Welche FI-Typen gibt es?
In Deutschland ist grundsätzlich der Typ A zulässig, der Typ AC nicht; wo glatte Gleichfehlerströme zu erwarten sind, verlangt DIN VDE 0100-530 einen Typ B. Für eine Wallbox ist Typ B oder Typ A mit einer Abschaltung bei Gleichfehlerströmen über 6 mA nötig (DIN VDE 0100-722). Für andere Geräte gilt die Herstellerangabe; die Auswahl trifft die Elektrofachkraft.
Für eine Bremer Stadtübersicht aller verfügbaren Leistungen stehen Ihnen weitere Informationen zur Verfügung — ebenso für einzelne Stadtteile wie Elektriker in Schwachhausen, Elektriker in Vegesack oder Elektriker in Hemelingen.
Schildern Sie uns Ihr Anliegen — wir klären, ob ein Elektrofachbetrieb in Bremen dafür verfügbar ist, und melden uns bei Ihnen zurück.